Jabloneček
von der Kirche zur Raketenbasis

Nur wenige Orte können so viel über die Dramen des 20. Jahrhunderts erzählen wie Jabloneček. Lassen Sie uns die jüngste Geschichte betrachten. 

1921 hatte Gablonz 432 Einwohner einschließlich Kinder (davon 25 Tschechoslowaken, 406 Deutsche und eine Person anderer Nationalität). Die Dorfmitte befand sich früher vor der deutschen Schule, die bis heute steht. Unweit davon befanden sich ein mit Linden umsäumter Teich und auf der Anhöhe die Barockkirche Geburt der Jungfrau Maria. Von der Treppe hatte man wohl einen sehr schönen Blick in die Umgebung. Heute ist die Landschaft zugewachsen. Der letzte Gottesdienst wurde hier zum Fest Mariä Geburt am 8. September 1947 gefeiert. 

Danach wurde sie durch die Armee abgerissen. Nach 1945 wurde die deutsche Bevölkerung ausgesiedelt und die Gemeinde stand leer. 1947-1951 wurde der Truppenübungsplatz Ralsko errichtet, der hier bis 1991 funktionierte. Nach der Besatzung durch die sowjetische Armee im Jahr 1968 wurde in Gablonz und der Umgebung ein Raketenstützpunkt aufgebaut, der auch für Atomwaffen dienen konnte. Aus dem ehemaligen Dorf wurde einer der strengst bewachten Orte im Militärsperrgebiet.

Heute stehen von den 105 ursprünglichen Häusern nur noch zwei, die einst als Schulen dienten - eine deutsche und eine tschechische. Die Ruinen der Häuser und der Kirche, die alten Obstbäume, die Reste des Damms oder der Wasserspeicher sind Zeugen, die uns an die Geschichte des Dorfes erinnern. 

An der Stelle, an der früher die sowjetischen Raketenträger standen, wurde 2010 eine Photovoltaikanlage errichtet.

Wie wird seine Zukunft aussehen?